Sportpferde und Turnierpferde - Reiterunfallversicherung

Sportpferde und Turnierpferde – Reiterunfallversicherung

22. August, 2016 Tania Dählmann

Gerade Sportpferde beziehungsweise Turnierpferde werden viel und häufig geritten, wodurch natürlich ein höheres Risiko für den Reiter entsteht. Mit einer Reiterunfallversicherung sind Sie in Härtefällen zumindest vor den entstehenden Kosten geschützt!

Welche Risiken gibt es bei Sportpferden?

Sportpferde und Turnierpferde sind meistens täglich im Training, sodass der Reiter sowieso häufiger im Sattel sitzt: Wer häufiger reitet, setzt sich auch häufiger den Risiken eines Sturzes oder eines anderen Unfalles aus. Vor allem im Springtraining passieren schnell Unfälle, wenn das Pferd den Sprung verweigert oder sogar beim Sprung stürzt. Auch bei Vielseitigkeitsprüfungen oder Distanzritten besteht eine größere Gefahr, dass der Reiter sich schwer verletzt. Und sogar im Dressurviereck geschehen Unfälle, wenn das Pferd sich zum Beispiel erschreckt und in Panik losstürmt. Dabei kann auch unabhängig von der Disziplin der schlimmste Fall eintreten, nämlich dass das Pferd auf den Reiter tritt oder – falls es selbst stürzt – auf diesem zu Boden geht. Ein solcher Unfall ist höchst gefährlich!
Vor allem in der Prüfung sind Pferd und Reiter oft hohem Stress ausgesetzt: Der Reiter wird nervös, weil er unbedingt gewinnen möchte oder vielleicht auch ein wenig Angst vor der Prüfung hat, wenn er noch nicht sehr erfahren im Turniersport ist, das Pferd hingegen ist durch die fremde Umgebung und die vielen fremden Menschen und Pferde oft aufgeregt. Sowohl durch nervöse Reiter als auch durch nervöse Pferde besteht ein vermehrtes Unfallrisiko, weil gestressten Menschen und Tieren leichter Fehler unterlaufen oder sich das Pferd häufiger erschreckt. Schon der Transport zum Ort der Veranstaltung bedeutet für das Tier meist enormen Stress, wodurch es dann auch schon zu Unfällen beim Abladen des Pferdes kommen kann.
Sportpferde und Turnierpferde sind häufig zudem beschlagen, wodurch ein Tritt des Pferds um ein Vielfaches gefährlicher wird als bei einem Barhuf-Gänger; im Umgang mit dem Pferd können also auch schnell Gefahren für den Reiter entstehen. Außerdem sind die heute gezüchteten Sportpferde und Turnierpferde häufig “hoch im Blut”, sie sind also temperamentvoller und damit stressanfälliger als beispielsweise eine ursprüngliche Arbeitspferde-Rasse wie der alte Schlag der Haflinger – Sport-Hafis natürlich ausgenommen.
Ein weiterer Punkt, den viele Reiter übersehen oder als unwichtig abtun, ist das Auf- und Absteigen. Hierbei kann es zu unglaublichen Verletzungen des Reiters kommen, wenn das Pferd zum Beispiel losrennt und der Reiter bereits fürs Aufsteigen mit dem einen Fuß im Steigbügel hängt. Der Stiefel oder Schuh kann dann nämlich im Bügel steckenbleiben und der Reiter wird hinter dem Pferd hergeschleift – im schlimmsten Fall tritt das Pferd sogar auf seinen Reiter.

Warum die Reiterunfallversicherung?

Bei den aufgezählten Risiken handelt es sich vor allem um solche, die zu ernsthaften Schäden des Reiters führen können; besonders solche, bei denen die Person nachhaltig geschädigt bleibt. Diese Fälle sind dann zudem auch finanziell eine extreme Belastung, vor der die Reiterunfallversicherung jedoch schützen kann. Das Besondere ist zudem, dass alle Reiter des Pferdes mitversichert sind, solange sie angegeben werden (Berufsreiter ausgenommen). Das heißt, dass auch alle Reitbeteiligungen oder Freunde des Pferdebesitzers, die das Pferd eventuell reiten, den Schutz der Reiterunfallversicherung genießen. Dies ist auch der Vorteil gegenüber der normalen Pferdehaftpflichtversicherung, denn hier sind nur Schäden an Dritten versichert – der eigentliche Besitzer ist nicht mitversichert. Viele Sportpferde und Turnierpferde werden von mehreren Personen betreut und geritten, daher ist diese Versicherung besonders für Besitzer solcher Pferde interessant. Zumal nicht nur Unfälle beim Reiten, sondern auch jegliche Unfälle im Umgang mit dem Pferd versichert sind – vom Holen des Pferdes von der Wiese über das Putzen im Stall bis hin zum Auf- und Absteigen ist also alles finanziell gesehen abgesichert.
Ein Pluspunkt ist zudem, dass die Versicherung sehr günstig ist: Ab einem Jahresbeitrag von 57,20€ ist sie erhältlich, was sich definitiv zu investieren lohnt – vor allem wenn man bedenkt, was manch ein Turnierreiter im Jahr an Meldegebühren für die Starterlaubnis bezahlt. Gerade Besitzer von Sportpferden und Turnierpferden sollten also nicht am falschen Ende sparen, denn das kann im Falle eines Unfalles sehr teuer werden!

Natürlich lohnt sich die Reiterunfallversicherung auch für ganz “normale” Reiter, die mit ihrem Pferd einfach nur ihre Freizeit genießen möchten, denn auch ein Freizeitreiter kann vom Pferd fallen oder es passiert ein anderer Unfall mit bösen Folgen.
Mehr Informationen zur Reiterunfallversicherung finden Sie hier.

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