Tierklinik für Pferde

Pferde – Endstation Tierklinik

9. November, 2014 Tania Dählmann

Wenn Pferde in der Tierklinik landen, ist dies sehr häufig der letzte Ausweg. Ursache: Durchfall, Kolik, Hufrehe oder Knochenbruch – Gründe für eine Pferdekrankenversicherung.

Ein eigenes Pferd zu halten ist eine der schönsten Freizeitaktivitäten. Pferde sind treue Begleiter und werden von Kindern wie Erwachsenen geliebt. Heutzutage werden sie meist in Gemeinschaftsställen gehalten. Daher ist die Pflege eines Pferdes im Hinblick auf Erkrankungen oder ansteckende Krankheiten besonders wichtig. Erkranken Pferde und wird ein Tierarzt notwendig, entstehen meist hohe Kosten, bei denen man neben den regulären Kosten für ein Pferd tief in die Tasche greifen muss. Bei Koliken, Würmern oder einer leichten Prellung denken Besitzer meist noch nicht an die Kosten, die die Folgen einer Erkrankung mit sich bringen können. Auch verschleppte Erkrankungen, die nicht sofort erkannt werden, verursachen im Laufe der Zeit Folgesymptome.
Auch bei der größten Sorgfalt und Fürsorge können Pferde erkranken. Und da gerade zwischen Pferd und Mensch eine sehr intensive und innige Beziehung besteht, leiden ihre Besitzer mindestens genauso viel wie ihr Pferd selbst.

Tierklinik: Ursache Durchfall

Pferdebesitzer kommen häufig mit Tränen in den Augen in die Tierklinik und schildern voller Angst die Symptome ihrer Pferde. Des Öfteren haben die Besitzer bereits selbst versucht, das Pferd bei Durchfall zum Beispiel zu behandeln. Häufig werden die Krankheitszeichen verkannt und das eigene Tier nicht ausreichend behandelt. Das Warten auf Besserung geht dann oft mit einer Ausweitung der Krankheit einher.


Die Ursachen für Durchfallerkrankungen oder Parasiten wie Würmer finden sich oftmals ab der beginnenden Herbstzeit, wenn die Tiere getrocknetes Futter bekommen und der Hauptteil der Nahrung nicht mehr von den Weiden gefressen wird. Das Heu trägt häufig die Erreger von Spulwürmern, Bandwürmern oder Magendasseln in sich, und verursachen Durchfall und Schwäche. Aufgrund dessen ist die zweimalige Wurmkur bei Pferden in Deutschland Pflicht. Erkrankt ein Tier mit Parasiten, greift der Erreger schnell auf die anderen Pferde über.

Hufrehe, Knochenbrüche und Kolik beim Pferd

Weitaus dramatischer wird es, wenn die geliebten Pferde lahmen und ihnen das Laufen schwerfällt. Die Ursachen sind in jedem Falle vielfältig und bedürfen einer intensiven Betreuung durch den Tierarzt. Einerseits kann es sich um eine Entzündung der Hufe oder der Hufrehe handeln. Gerade junge und unerfahrene Pferdebesitzer machen in der Anfangszeit Fehler in der Ernährung ihres Pferdes. Die Folge kann eine Vergiftungserscheinung sein, die sich als Entzündung der Huflederhaut herausstellt. Ähnlich verhält es sich mit der Strahlfäule, die bei Pferden auftritt, deren Hufe nicht ordnungsgemäß gereinigt wurden. Mit Entsetzen riechen die Pferdehalter die stinkenden Hufe mit der darin befindlichen Masse.


Die Möglichkeiten einer Behandlung haben eine große Bandbreite. Grundsätzlich jedoch gilt: Je früher ein Arzt zurate gezogen wird, umso größer sind die Erfolge der Behandlung. Gerade wenn Pferde lahmen, ist größte Vorsicht geboten. Als Pferdebesitzer können Sie Ihr Pferd lange Zeit nicht reiten und müssen sich bei Erkrankungen des Bewegungsapparates mit der Entscheidung auseinandersetzen, das Tier einschläfern zu lassen.

Der Sturz eines Pferdes kann innere Verletzungen, aber auch Knochenbrüche oder Verstauchungen mit sich bringen. In solchen Fällen kann nur individuell abgeklärt werden, ob Heilungschance für das Tier bestehen oder die bessere Alternative das Einschläfern wäre. Ein möglicher endgültiger Abschied ist in jedem Falle tragisch, doch immer dann notwendig, wenn Pferde nicht mehr in der Lage sind, sich auf normale Wege zu bewegen oder nicht mehr allein aufstehen oder sich niederlegen können.

Pferde sind empfindlich für Magenbeschwerden oder Koliken. Für die Untersuchung durch den Tierarzt müssen Sie zwischen 90 und 150 EUR einplanen. Hat das Pferd bereits zu viel Wasser verloren und frisst nicht mehr ausreichend, kann ein mehrtägiger Aufenthalt in der Tierklinik inklusive Medikamenten und Futtermittel bis zu 1500 EUR kosten. Die Kosten für eine Ultraschalluntersuchung liegen bei ca. 80 EUR.

Der Abschluss einer Pferdekrankenversicherung

Wenn Sie ein Pferd halten, wissen Sie bereits, wie hoch die monatlichen Unterhaltskosten, Futtermittel und regelmäßigen Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen und Wurmkuren sind. Dazu kommen etwaige Tierarztkosten, die von 80 EUR bis 2000 EUR hoch sein können. Auch immer wiederkehrende Erkrankungen können auch bei kleinen Summen dauerhaft sehr teuer werden. Teilweise versuchen die Pferdebesitzer dann ihre Pferde selbst zu heilen oder suchen sich aufgrund der hohen finanziellen Aufwendungen Rat im Internet. Für das Pferd kann eine solche Behandlung langwierig und schmerzhaft werden, im schlimmsten Falle mit dem Tod enden. Insofern ist die Überlegung angebracht, monatlich einen kleinen Beitrag in eine Pferdekrankenversicherung oder Pferde-Op Versicherung zu investieren, um dem Pferd eine angemessene Behandlung durch einen Tierarzt jederzeit zukommen zu lassen. Diese Art von Pferdeversicherung kann individuell abgeschlossen werden und auch das Operationsrisiko einbinden. Mit einer geringen Summe zwischen 20 bis 50 EUR monatlich können Sie sich und Ihr Pferd im Krankheitsfalle absichern und müssen nicht vor hohen Kosten zurückschrecken.

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